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© Ayumi Rahn 2013, www.Ayumi-Rahn.de, ayumirahn@googlemail.com

InterViews ist ein Künstlerheft, das von Ayumi Rahn gestaltet und herausgegeben wird, und welches das Interview als Ausdrucksform untersucht. Alle Interviews sind fiktiv. Während einige der Form nach klassischen Befragungen entsprechen (z.B. über Erfindungen und neue Ideen), sind andere Dialoge oder Selbstgespräche, die oft ins Absurde kippen und teils einen performativen Charakter haben.

InterViews Heft 3, 4 und 5 erschienen inklusive einer Sticker Edition: Den ersten 20 Heften dieser Ausgaben liegt jeweils ein Aufkleber als Teil einer 20-teiligen Serie bei.
Für InterViews III gestaltete Mirja Reuter die Sticker Edition #1 (1/20-20/20), für InterViews IV Kasia Fudakowski die Sticker Edition #2 (1/20-20/20). Für die Sticker Edition #3, Heft 5, waren 24 KünstlerInnen eingeladen, einen Sticker zu gestalten:
Claudia Charlotte Linder, Elisabeth Greinecker, Barbara Spiller, Christian Otto, Wilhelm Klotzek und David Polzin, Ran Zhang, M. H. Berger, Marco Meiran, Philipp Kremer, Christina Stockhofe, Florian Grass, Ildikó Buckley, Sophie Dvořák, Sim & Nic, Ayumi Rahn, Laura Wagner und Johann Lurf, Janine Eggert und Philipp Ricklefs, Susanne Richter, Martin Walk, Maximiliane Baumgartner, Stephan Janitzky

InterViews Heft 666, Vol. 1-10 zeigt 202 Yokai Darstellungen des japanischen Künstlers Toriyama Sekien (1712-1788).
Das Release fand statt im Rahmen der Ausstellung 202 Demons, mit Christian Otto, Christina Stockhofe, Ben Cottrell, Florian Gass, Martin Walk, Marco Meiran, Marcus Weber, Matthias Droste, Max Schmidtlein, Mirja Reuter, Philipp Kremer, Ran Zhang, Ayumi Rahn.

InterViews erscheint in einer Auflage von 50, nummeriert, 20 Seiten, Sticker Edition 1-20 (Heft 3-5)
€7 regulär/ €15 Editionsheft

InterViews is an artist’s magazine, created and produced by Ayumi Rahn, which focuses on the interview as a form of expression. All the interviews are fictitious, but while some have a familiar format, exploring recognisable inventions and studies, others are dialogues or soliloquies that often extend into the absurd.

For InterViews issues 3, 4 and 5 an accompanying sticker edition was produced for the first 20 editions. Mirja Reuter created sticker edition #1 for InterViews III and Kasia Fudakowski #2 for InterViews IV. For sticker edition #3, the following artists were invited to create an individual sticker each:
Claudia Charlotte Linder, Elisabeth Greinecker, Barbara Spiller, Christian Otto, Wilhelm Klotzek und David Polzin, Ran Zhang, M. H. Berger, Marco Meiran, Philipp Kremer, Christina Stockhofe, Florian Grass, Ildikó Buckley, Sophie Dvořák, Sim & Nic, Ayumi Rahn, Laura Wagner und Johann Lurf, Janine Eggert und Philipp Ricklefs, Susanne Richter, Martin Walk, Maximiliane Baumgartner, Stephan Janitzky

InterViews issue, 666, Vol. 1-10, with 202 Yokai by the japanese artist Toriyama Sekien (1712-1788) is released within the exhibition 202 Demons with Christian Otto, Christina Stockhofe, Ben Cottrell, Florian Gass, Martin Walk, Marco Meiran, Marcus Weber, Matthias Droste, Max Schmidtlein, Mirja Reuter, Philipp Kremer, Ran Zhang, Ayumi Rahn.

Each issue of InterViews is limited to a numbered edition of 50 copies, 20 pages each, Sticker Edition 1-20 (issues 3-5)
€7 regular/ €15 with sticker

ZB
Der klassischen Befragung am nächsten sind die Texte, die sich direkt auf gesellschaftliche und politische Themen beziehen, wie zum Beispiel Die versäumte Weltreise, ein Interview über die Schwierigkeiten einer „Hinrichtung auf Verlangen“ mit einem Betroffenen. In Die Grenze der Ausdehnung wird ein Archäologe nach neuen Möglichkeiten der Werbung befragt, in Spezialisierte Handgriffe geht es um eine fortschrittliche Allianz der Lebensmittelindustrie mit der Touristikbranche und in Zeit und Verhalten um ein heilversprechendes Mittel der Massenmedikation.

In Heinz und Kunz spricht der Herrscher selbst über die große Verantwortung des „Gesetzeerlassens“ (Gesetze, die Heinz und Kunz zu befolgen haben) und in Der Mond ein kleinwüchsiger Astronaut über weitreichende Verschwörungen eines Großkonzerns.
Monomalls heißen die neuen Projekte eines progressiven Kaufhausbesitzers.

Ein weiteres Thema ist die Selbstreferenzialität der Kommunikation an sich, die sie unmöglich macht, ins Absurde treibt und zum Scheitern verurteilt:
Peinliches Schweigen ist lautlos, dafür umso penetranter: die monologischen Ausschweifungen des verunsicherten Gesprächspartners. Heiße Luft wird für beide Seiten zur Qual. Eine schwere Geburt ist das angemessene Gesprächsthema.

Haltung bewahren heißt es, wenn sich die Kommasetzung zusehends in den Mittelpunkt des Geschehens drängt. 84x1, ein brandneues Tool, macht das Sprechen an sich überflüssig, Das Gerät hingegen verspricht erfolgreiche Kommunikation und zerstört sie eben dadurch.

Einige Texte haben einen performativen Charakter, wie zum Beispiel Etwas Schlimmes, vielleicht mein Lieblingstext, in dem Schreckliches noch unter dessen Eindruck beschrieben wird und der im Rahmen einer polizeilichen Ermittlung stattfinden könnte.
Oder der Text Theater, bei welchem es sich nicht völlig erschließt, ob bloß über Theater geredet oder auch gespielt wird.
Bei Die Matrix ist man hautnah dabei und weiß doch weder wo sich die dramatische Situation abspielt, noch, um was es eigentlich geht: Auf alle Fälle fließt Blut.

In anderen Interviews wird ein Machtgefälle zwischen den Gesprächspartnern auf unangenehme Art deutlich, wie in Schuld durch die Bloßstellung der Unfähigkeit der Schöpfung, in Der Interessenkonflikt durch Einschüchterungstaktik und Bevormundung oder durch das schiere Ausgesetztsein einer subtilen, übernatürlichen Macht, die Zeitreisen erzwingt, in Gute Aussichten.

Es geht um Geschenke und eine großangelegte Theorie des Ärgerns
( Das stille Grollen), um Heuchelei ( Neue Diskurse), um Vergangenheit, Tod und Zugfahren ( Das Gegenteil), schweren Verlust, Schnee, Haustiere ( STILLE).
Und es geht immer um Leben und Text ( Ausschlachtung).


Ayumi Rahn

[ geb. 1980, lebt in Berlin]
www.Ayumi-Rahn.de
ayumirahn@googlemail.com


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