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it can be said that the so-called yokai in our society is a representation of our feelings that arise from fear

Masayoshi Kitao, Bakemono chakutocho, 1788

Was als übernatürlich angesehen wird, ist für gewöhnlich abhängig von der jeweiligen Epoche. Generell gilt: je älter die Zeit, desto mehr übernatürliche Phänomene. Yokai, Gespenster, Geister, Dämonen, Monster, Ungeheuer und Teufel, spielten schon im frühzeitlichen Japan eine Rolle. Alten animistischen Vorstellungen entsprechend glaubte man an die Allgegenwärtigkeit sogenannter „Mononoke“, in dem Bewusstsein, dass sie allen Dingen innewohnen.

Es gibt einige Werke über die vielfältigen Formen und Arten der Yokai. Sie sind überall, beleben Natur und Gegenstände, ergreifen Besitz von Tieren und Menschen. Sie ändern ihre Gestalt, sind übernatürliche Phänomene, verantwortungslos und unberechenbar. Sie sind von unterschiedlichem Aussehen, besitzen verschiedenste Kräfte und sind getrieben von undurchsichtigen Motiven und Emotionen. Sie scherzen, treiben ihren Spaß, verhalten sich rücksichtslos, grausam, sind missgünstig, rachsüchtig, skrupellos und boshaft. Einige wenige sind friedlich, bescheren Glück und Reichtum und sorgen für gute Ernten. Andere lassen sich - kennt man ihre Schwächen - zähmen oder überlisten. Die meisten aber verursachen Leid und (Natur-) Katastrophen. Darum sollte man besser fliehen, wenn man auf ein Yokai trifft, denn hat es es auf einen abgesehen, gibt es kaum Entkommen.

Die 202 Yokai Darstellungen aus InterViews 666 stammen aus Toriyama Sekiens Werken

The Illustrated Night Parade of A Hundred Demons 画図百鬼夜行,
The Illustrated One Hundred Demons from the Present and the Past 今昔画図続百鬼,
Supplement to The Hundred Demons from the Present and the Past 今昔百鬼拾遺,
und The Illustrated Bag of One Hundred Random Demons 画図百鬼徒然袋

und sind zwischen 1776 und 1784 entstanden.

Toriyama Sekien (1712- 1788) war ein japanischer Gelehrter und Ukiyo-e Künstler.

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